Diabetes

Nach der gängigen Diabetes-mellitus-Definition ist von einer Zuckerkrankheit auszugehen, wenn beim Betroffenen eine Störung des Zuckerstoffwechsels mit dauerhaft erhöhtem Blutzucker (Hyperglykämie) vorliegt.

Während beim Gesunden der Nüchtern-Blutzuckerwert (nach acht-stündigem Nahrungsverzicht) zwischen 65 bis 100 Milligramm pro Deziliter (mg/dl) liegt, macht ein Nüchtern-Blutzucker von mehr als 126 mg/dl die Diagnose Diabetes mellitus sehr wahrscheinlich.

Der Diabetes mellitus wird in die beiden Hauptformeln Diabetes Typ1 und Typ2 unterteilt. Zusätzlich hat man inzwischen noch einen DiabetesTyp3 definiert, daneben gibt es den Schwangerschaftsdiabetes. Immer häufiger wird auch kindlicher Diabetes diagnostiziert. Alle diese Diabetesformen haben gemeinsam, dass bei ihnen der Blutzuckerspiegel krankhaft erhöht ist. Die Ursachen sind jedoch unterschiedlich.

Nach einer Mahlzeit werden die Nahrungsbestandteile über den Dünndarm in den Organismus aufgenommen, wodurch der Blutzuckerspiegel ansteigt. Bestimmte Zellen des Pankreas, die sogenannten „Langerhansschen Beta-Inselzellen“, werden daraufhin beim Gesunden zur Insulinproduktion angeregt. Insulin sorgt dafür, dass der Zucker (Glukose) aus dem Blut in die Zellen (Leber-, Nieren-, Gehirn- und Muskelzellen) aufgenommen werden kann und dort als Energielieferant für den Stoffwechsel zur Verfügung steht. Insulin senkt also den Zuckerspiegel im Blut.

Bei einer Diabeteserkrankung ist (mindestens) an einer wichtigen Stelle der Hormon-Stoffwechsel-Zusammenhang gestört.